
Der demografische Wandel ist bereits heute in der Metropolregion Rhein-Neckar spürbar und wird sich in den nächsten Jahren in seinen Auswirkungen noch erheblich verstärken. Dies eröffnet Chancen z.B. durch einen geringeren Bedarf an Siedlungsflächen oder eine wachsende Nachfrage nach Dienstleistungen, stellt die Region aber auch vor große Herausforderungen wie die Schaffung und den Betrieb einer adäquaten Infrastruktur oder die Hinwirkung auf eine altersgerechte Personalpolitik in den Unternehmen. Um den demografischen Wandel ganzheitlich zu gestalten und möglichst alle relevanten Themenfelder miteinander verzahnt zu bearbeiten, hat die Metropolregion Rhein-Neckar die „Regionalstrategie Demografischer Wandel“ ins Leben gerufen.
Ziel dabei ist:
• die Chancen des demografischen Wandels in der Metropolregion Rhein-Neckar zu nutzen,
• ein gemeinsames, abgestimmtes Handeln in der Region zu ermöglichen,
• Kommunen sowie kleine und mittlere Unternehmen im Umgang mit den Herausforderungen zu unterstützen,
• Transparenz über den Stand der regionalen Diskussionen und Aktionen zu schaffen und
• die Vernetzung von Akteuren und Aktivitäten in der Metropolregion, die sich mit dem demografischen Wandel
auseinandersetzen, zu stärken.
Das Steuerungsgremium der Regionalstrategie ist der „Lenkungskreis Demografischer Wandel". Dort besprechen die maßgeblichen Akteure der Länder, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialverbände und der Arbeitsverwaltung die konkreten Fragen und stimmen das strategische Vorgehen ab. Auf Anraten der wissenschaftlichen Experten wurde das Querschnittsthema demografischer Wandel anhand der sieben Daseinsgrundfunktionen Arbeiten und Wirtschaften, Bildung, Erholung, in Gemeinschaft leben, Verkehr, Versorgung und Wohnen strukturiert. Für jedes dieser Handlungsfelder wurde ein Themenkoordinator oder eine Themenkoordinatorin eingesetzt, der bzw. die unter anderem den Überblick über aktuelle Entwicklungen sichert, in den Netzwerken für die Herausforderungen des demografischen Wandels sensibilisiert sowie Transparenz in Bezug auf den Stand der Diskussion und gute Projekte innerhalb der Metropolregion schafft.
Ein wichtiger Baustein der Regionalstrategie ist die Internetplattform „Leitsystem Demografischer Wandel“, die am 19. Mai 2009 im Rahmen der Arbeitsmarktkonferenz freigeschaltet wurde. Unter www.leitsystem-demografie-mrn.de können sich Kommunen, Unternehmen und Interessierte über den demografischen Wandel in der Metropolregion Rhein-Neckar informieren und praxisnahe Handlungsempfehlungen sowie einen Überblick über gute Projektbeispiele zum demografischen Wandel erhalten.
Inhaltlich und finanziell wird die „Regionalstrategie Demografischer Wandel" vom Verband Region Rhein-Neckar getragen, wobei eine maßgebliche finanzielle Unterstützung von der ABB AG sowie von der IHK Rhein-Neckar und der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald erfolgt.
Der Gesamtprozess wird vom Institut für Organisationskommunikation (IFOK) aus Bensheim moderiert.